Politik fürs grosse Ganze

Bild von Roman Ambühl, Gemeinderatskandidat Cham

Roman Ambühl,  Gemeinderatskandidat Cham

Was bei uns zum Wetter wird, hat seine Ursachen in Winden und Meeresströmungen weit weg von uns. Was bei uns zur Unternehmenssteuer wird, hat seinen Ursprung möglicherweise in der Ausbeutung von Menschen und Natur irgendwo im Süden. In allem, was wir tun, sind wir eingebunden in einem grossen Ganzen. Was wir hier im Kanton Zug und unseren Gemeinden tun und nicht tun, hat Auswirkungen an ganz anderen Orten rund um den Globus. Die Konsequenzen unseres Handelns und damit unsere Verantwortung machen weder an Gemeinde-, Kantons- noch Landesgrenzen Halt.

Ich kann als politisch denkender und handelnder Mann nicht anders, als diese Verantwortlichkeit mit zu bedenken in allem, was ich tue. Darum braucht es für mich immer eine weltweite Sicht auf die Dinge. Ich gebe zu: Diese Haltung und dieses Bewusstsein ist anstrengend und stellt hohe Anforderungen an uns. Und ich fühle mich davon zeitweise auch überfordert. Das befreit mich und uns aber nicht von unserer Verantwortung.

Es gibt (leider auch in der Politik) nicht wenige, die diese grössere Verantwortung von sich weisen. Die einen durch nett verpackte Gleichgültigkeit: «Wir können (alleine) ja doch nichts tun.» Andere mit weichgespültem Egoismus: «Wichtig ist, dass wir vor allem für uns schauen.»

Hier – lokal – ist der erste Ort unseres Handelns. Unsere Sicht aber muss viel weiter sein! Die grossen Herausforderungen der Menschheit verbinden uns miteinander rund um die Welt. Die Lösung ist nur gemeinsam zu finden. Es geht darum, in weltweiter Solidarität am Gemeinwohl zu arbeiten. Möglichst vielen (visionär gesagt: allen) Menschen soll ein menschenwürdiges Leben in einer gerecht geregelten Gemeinschaft und einer möglichst intakten Natur möglich sein.

Mani Matters Text ist mir Inspiration:

dene wos guet geit
giengs besser
giengs dene besser
wos weniger guet geit
was aber nid geit
ohni dass’s dene
weniger guet geit
wos guet geit
drum geit weni
für dass es dene
besser geit
wos weniger guet geit
und drum geits o
dene nid besser
wos guet geit

Roman Ambühl, Gemeinderatskandidat KriFo Cham
Erschienen in der ZugerWoche vom 4.7.2018

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