Königlich

In der Taufe wird jede/r (wie ein/e König/in) gesalbt. Damit wird sein/ihr Anteil an einer unverlierbaren menschlichen Würde ausgedrückt, die zugleich eine messianische (weltverändernde) Würde und Verantwortung ist!

Seien wir in diesem Sinn königlich!

Bei Lukas wird erzählt von der Geburt Jesu bei einer Futterkrippe nach vergeblicher Herbergssuche und von den Hirten als ersten Zeugen. So wie die Menschen Jesus als Erwachsenen erlebt haben, so war er «von Anfang an»: er stellt die Werteordnung auf den Kopf und stellt die ins Zentrum, die von der Gesellschaft an den Rand gedrängt worden sind: Arme, unreine Hirten und Kranke, Zöllner, Frauen…

Matthäus hingegen erzählt von «Magiern aus dem Osten», die einen Stern haben aufgehen sehen, der für sie die Geburt eines neuen Königs angekündigt hat. Die drei wertvollen Geschenke zeigen Jesus als den erwarteten Messias: den messianischen König (Gold),  Heiler  oder «Heiland» (Myrrhe als Heilpflanze) und zukünftigen Hohepriester Israels (Weihrauch).

Aus ihnen wurde später auf eine Dreizahl der Besucher aus dem Osten geschlossen und sie wurden selber zu Königen. Sie repräsentieren später auch die drei Menschenalter: Kind, Erwachsener, Greis oder die Herkunft von den damals bekannten drei Kontinenten Europa, Asien und Afrika: Jesus wird Bedeutung für jedes Alter und für die ganze Welt gegeben.

Wie bei allen Ursprungsgeschichten, die wir uns um Weihnachten erzählen, geht es bei diesen Schilderungen nicht um historische Fakten, sondern um rückblickende bildhafte Deutungen der Be-Deutung Jesu für uns und für die Welt.

Beim Dreikönigskuchenessen kann jede/r König/in werden. Das zeigt etwas zentral Christliches: Christus, der gesalbte Messias und Mensch gewordene Gott, gibt (quasi demokratisierend) allen Menschen messianische Würde (als König, Profetin, Heiler und Priesterin). Darum wird in der Taufe jede/r gesalbt. Damit wird sein/ihr Anteil an einer unverlierbaren menschlichen Würde ausgedrückt, die zugleich eine messianische (weltverändernde) Würde und Verantwortung ist!

Seien wir in diesem Sinn königlich!

Pfarreiblatt Zug Kolumne 13-02

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