Christkönig

Kolumne im Pfarreiblatt des Kantons Zug 49/50 – 2019

Der letzte Sonntag im Kirchenjahr ist der Christkönigssonntag. Christus, «der Gesalbte», wird als König gefeiert. Salbung war zu biblischen Zeiten neben der priesterlichen und profetischen auch die Form der königlichen Amtseinsetzung. Ein König oder eine Königin sind eingesetzt ihren Herrschaftsbereich zu gestalten, gestalterisch wirksam zu werden.  

Es gibt gute Königinnen und es gibt böse Tyrannen, oder umgekehrt. Problematisch ist nicht einfach ein Amt, sondern immer die Art und Weise seiner Ausübung. In der Bibel, auch von Jesus, werden Hirte und König oft als Motiv genutzt, um zu zeigen, was einen guten König ausmacht. Der gute Hirt kümmert sich um die Lebensbedürfnisse seiner Schafe und auch um das «verlorene Schaf». 

Christus, der «göttliche Mensch», bildet das göttliche Königtum, das «Gottesreich», in der Welt ab. Und der Gott Jesu ist kein Despot. Dieser Gottkönig zählt nicht auf die Kraft von Gewalt und Unterdrückung. Dieser Gott ist ein Ermöglicher und ein Ermächtiger, der in der Schöpfung zur Welt kommt und sich in der Menschwerdung auf Augenhöhe begibt.  

In der Taufe werden wir nicht nur mit Wasser übergossen, sondern auch auf Christus gesalbt. Christus als Christkönig lädt uns ein, im Dienst des Lebens, der Gleichwertigkeit und der Gerechtigkeit zu wirken. So können und sollen wir selber königlich, nach unseren Möglichkeiten ‘wirkmächtig in der Gestaltung der Welt’, Christ und Christin zu sein! 

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