Christkönig – Gipfel der Bilderreise durch das Kirchenjahr

Kolumne im Pfarreiblatt des Kantons Zug 46/47 – 2021

Am Christkönigssonntag gipfelt das Kirchenjahr nach einer bewegten Bilderreise, die uns durch Jesu Leben über Berg und Tal mitnimmt:

Als despotischen Mordabsichten ausgesetztes Kleinkind beginnt er und entkommt nur dank Flucht seiner Eltern ins nahe Ausland. Er kehrt zurück. Wächst in relativer Stille auf. Ist inspiriert vom zerzausten Gerechtigkeitsprofeten Johannes. Wird nach dessen Tod und einer Auszeit in der Wüste selber zum Lehrer, der Gerechtigkeit für die Kleinen in die Mitte stellt und in alltäglichen Bildern Gott als sorgend und nah (wie ein Vater oder eine Mutter) beschreibt. Menschen ändern ihr Leben und folgen ihm begeistert nach. Die geistige und politische Machtelite seiner Zeit, die auch den Zugang zum Tempel und damit zum Göttlichen kontrolliert, schafft den unbequemen Störefried beiseite. Als Verbrecher am Kreuz. Doch auch der Tod bringt ihn und seine befreienden Ideen nicht zum Schweigen.

Er und seine Botschaft lebt und wirkt neu und anders weiter in der Gemeinschaft, die sich auch über seinen Tod hinaus in seinem Namen trifft und das Leben miteinander teilt. Für sie ist und bleibt er machtvoll, wie die grösste Macht, die sie sich in ihrer damaligen Welt vorstellen konnten: Ein messianisch göttlicher König – der jetzt in ihnen und durch sie einsteht für das Leben, Gerechtigkeit und die Ermächtigung der Ohnmächtigen: Christkönig.

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