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Über sinnsorger

#Theologe #Coach #Supervisor #Weiterdenker http://intervisionskarten.ch http://langhuus.ch http://mcc-berlin.net/forschung/co2-budget.html At Lake of Zug on Planet Earth romanambuehl.ch born at 327ppm CO2 in atmosphere am 2. Januar 1971 www.twitter.com/romanambuehl

Der Mond ist aufgegangen…

Ich denke Sie kennen das Lied. Zumindest die erste Strophe vom «weissen Nebel wunderbar» vielleicht als Schlaflied für sich oder ihre Kinder.Der Text von Matthias Claudius birgt aber trotz einer teilweisen sprachlichen Verstaubtheit einige Schätze in den insgesamt sieben (7!) Strophen, die der Text umfasst.

Zwei Beispiele möchte ich hervorheben:

Mir gefällt die Aufforderung in der zweiten Strophe, die Nacht zu nutzen, um «des Tages Jammer» zu «verschlafen und vergessen»:

Wie ist die Welt so stille,
Und in der Dämm‘rung Hülle
So traulich und so hold!
Als eine stille Kammer,
Wo ihr des Tages Jammer
Verschlafen und vergessen sollt.

Das Wort «verschlafen» in dieser Bedeutung war für mich eine wunderbare (Wieder-)Entdeckung dessen, was Schlaf und Träume für die Verarbeitung der unzähligen alltäglichen Eindrücke bedeuten. Ich verstehe das auch als Plädoyer für Pausen und Nachtruhe.

In der dritten Strophe dient der Mond als Sinnbild für die Grenzen unserer Wahrnehmung:

Seht ihr den Mond dort stehen?
Er ist nur halb zu sehen
Und ist doch rund und schön.
So sind wohl manche Sachen,
Die wir getrost belachen,
weil unsere Augen sie nicht sehn.

In diesen Worten steckt für mich die Aufforderung drin, in meinem Gegenüber immer auch den «runden und schönen» Menschen zu sehen, gerade wenn ich im Moment mit meiner aktuellen Wahrnehmung vielleicht nur eine kleine schmale Sichel beleuchte. Ich bin herausgefordert, die Beschränktheit meiner Wahrnehmung einzugestehen.

Manchmal bin ich da ehrlich gesagt auch froh drum, wenn ich mich selbst in einem inneren Spiegel betrachte…

Link zum ganzen Text: Abendlied auf Wikipedia

Pfarreiblatt Zug Kolumne 09-27

„Ich-bin-da“

In der hebräischen Bibel steht für Gott das Wort JHWH. Es ist das so genannte „Tetragramm“, was so viel heisst wie „vier Buchstaben“. In der Erzählung von Mose und dem brennenden Dornbusch (Ex 3) wird Gottes Name gedeutet als „Ich-bin-da“. Denn die vier Buchstaben erinnern auf Hebräisch an das Verb „(da) sein“.

Aus Respekt vor der prinzipiellen Nicht-Fassbarkeit Gottes wird aber der Name Gottes traditionellerweise nicht ausgesprochen, sondern bei der Lesung ersetzt z. B. durch „Haschem“ = „der Name“ oder „Adonaj“ = „Mein Gott“.

In der griechischen Übersetzung wurde daraus später „kyrios“ = „Herr“. Luther hatte darum in seiner Übersetzung ins Deutsche das Wort „HErr“ gewählt. Ganz bewusst mit zwei Grossbuchstaben, um Gott den „HErrn“ von den Herren der Welt zu unterscheiden.

Im Hören der Lesung kommt das aber nicht zum Ausdruck und so wurde aus dem begleitenden „Ich-bin-da“ der oft bedrohlich empfundene und zur Unterdrückung missbrauchte „Herr-Gott“.

Machen Sie für sich einmal den umgekehrten Weg und lassen Sie einen Gebets- oder Bibeltext wohltuend auf sich wirken, indem Sie „Herr“ mit „Ich-bin-da“ ersetzen!

Was glauben Sie eigentlich?

Im Rahmen der Vorbereitung von 17jährigen jungen Erwachsenen auf die Firmung habe ich mich vor einigen Wochen wieder einmal etwas bewusster mit dem Apostolischen Glaubensbekenntnis auseinandergesetzt. Das ist der Text, der meist im Gottesdienst gebetet wird.

Dabei ist mir bewusst geworden, dass dieser Text zusammengesetzt ist aus Antworten auf Auseinandersetzungen in der Geschichte. Bei all den Formulierungen ging es immer darum, fest zu legen, wer noch zum christlichen Glauben dazu gehörte und wer nicht.

Es sind daher nur strittige Themen formuliert. Was in der Geschichte des Christentums nicht debattiert worden ist, taucht nicht auf: Es findet sich kein Wort über die Liebe oder zu Gott als Urgrund des Seins, nichts zum Reich Gottes als grosse Hoffnung der Zeit Jesu. Auch die Lehre Jesu wird mit keinem Wort erwähnt.

Für mich persönlich ist aber gerade hier in diesen Themen die ursprüngliche Kraft dessen, was meinen Glauben ausmacht. Darum muss ich auch immer wieder für mich meinen Glauben, das worauf ich in meinem tiefsten Inneren vertraue, in meinen Worten formulieren.

Versuchen Sie es doch auch einmal für sich! Es lohnt sich!

«Dialog»

Es gibt Bücher, die muss ich immer wieder lesen. Ich bin im Moment grad dran an einem, das zu einem solchen «Wiederholungsbuch» werden könnte. David Bohm entwickelt im Buch »Der Dialog» die faszinierende Vision von gelingender Kommunikation. Er spricht vom Dialog als sinnvollerer Alternative zur Diskussion. In der Diskussion geht es um das zerschlagen und zerteilen (lat. dis-cutere). Es geht um Gewinnen und Verlieren. Was dazu führt, das oftmals die andere Meinung abgewertet wird. Zur Diskussion gehört meist auch, dass dem Gegenüber schlechte Motive unterstellt werden, während jede/r sich selbst als wahr und wahrhaftig anschaut! Diese Art der Kommunikation führt nur zu Siegern auf Zeit, zu Verliererinnen bis zum nächsten Kampf und wenn überhaupt zu wenig Fortschritt in der Sache. Jede «Arena»-Sendung legt von diesem negativen Mechanismus ein ernüchterndes Zeugnis ab.In einem Dialog geht es um eine Vision von gemeinsamem, kollektivem Denken. Dabei ist eine Grundvoraussetzung, dass die Teilnehmenden bereit sind, ihre Grundannahmen in Frage stellen zu lassen. Sie genau gleich wie die Aussagen von anderen erst einmal «in der Schwebe zu halten» und so im gemeinsamen Denken gemeinsamen Sinn entstehen zu lassen.

Es geht nicht um Über-redung und nicht um Über-zeugung, die beide in ihrem Wortsinn schon ein Oben-unten- oder ein Sieger-Verlierer-Verhältnis nahe legen. Dem Dialog geht es um Teilhabe und Teilgabe an meiner und deiner Meinung und um ein gemeinsames Bewusstsein von Verbundenheit als Voraussetzung dafür, dass wirkliche Kommunikation möglich wird.

Wäre das nicht eine neue Haltung für ein neues Jahr?!

Lit: David Bohm: Der Dialog. Das offene Gespräch am Ende der Diskussionen, Stuttgart 2005/4

Pfarreiblatt Zug Kolumne 09-1/2

Sünde

Halt, bitte lesen Sie weiter!

Lassen Sie sich von dem abgegriffenen, alten Wort «Sünde» nicht abschrecken!

Es gab im Katholizismus eine Zeit (und die ist noch gar nicht allzu lange her), da konnte sich einem/r das Gefühl aufdrängen, dass fast alles Sünde ist. Oder mindestens alles, was Spass macht.

Heute sündigt mann und frau dann aber eigentlich nur noch beim Essen. Was meint, dass etwas zu viel oder etwas Ungesundes verspiesen worden ist.

Beide Deutungen des Wortes können nicht recht befriedigen. Und die Gefahr besteht, dass wir das Wort «Sünde» nicht mehr ernstnehmen und nicht mehr gebrauchen. Das führt dazu, dass wir gewisse ungute Situationen oder Tatbestände nicht mehr als solche benennen (können).

Das missbrauchte und missverstandene Wort «Sünde» meint letztlich nichts anderes als «Trennung» oder «Absonderung»:

Wo ich von mir selber und meinen wirklichen Bedürfnissen getrennt bin. Wo ich abgetrennt bin von jeglichen sozialen Zusammenhängen und Verantwortlichkeiten. Wo das Bewusstsein der Zugehörigkeit zur Menschheit und zur ganzen Schöpfung fehlt.

Überall dort passiert Absonderung und Trennung, welche die Ganzheit verletzt und zerstört, überall dort passiert Sünde.

Sünde bedeutet letztlich auch Trennung von Gott als der die Schöpfung umfassenden und belebenden Kraft.

Gott, so sagt es die Amerikanische Theologin Carter Heyward, ist aber «die Macht in Beziehung». Diese Beziehungskraft ist die «Heilige Quelle unseres Zusammenlebens» und der «Urgrund unseres Seins». Und überall wo wir der Trennung und Absonderung – der «Sünde» – Beziehung stiftend, liebend, entgegenwirken, wird Gott mitten unter uns erfahrbar!

Lit: Jesus neu entwerfen. Die Macht der Liebe und Gerechtigkeit; Carter Heyward; Exodus 2006.

Pfarreiblatt Zug Kolumne 08-46

Zu Gast bei Freunden

Seit einigen Jahren führen wir in Hünenberg, ökumenisch getragen, ein interreligiöses Friedensgebet durch. Im Rahmen der Auswertung des letztjährigen Friedensgebets haben wir von der türkisch-islamischen Vereinigung aus Baar eine Einladung zum Iftar, einem Nachtessen im Fastenmonat Ramadan, erhalten.

Von Sonnenauf- bis -untergang dürfen fastende Muslime in dieser Zeit weder Essen noch Trinken. In der Moschee wird in dieser Zeit jeweils ein gemeinsames Nachtessen zubereitet. Zu diesem werden auch Gäste von aussen mit eingeladen.

Letzten Donnerstag hatte ich Gelegenheit bei einem solchen Iftar Gast zu sein. In einem unscheinbaren Industriegebäude in Baar ist die schön eingerichtete Moschee, der Treffpunkt des türkisch-islamischen Vereins untergebracht.

Am Iftar steht die Begegnung im Mittelpunkt. Zum Essen und zum gemeinsamen Abendgebet treffen sich die Menschen, in einer Zeit, in der sie tagsüber nichts Essen. Die Freude über das Zusammentreffen vermischt sich mit der Freude über das gemeinsame Essen. Und mit Gästen geteilte Freude ist doppelte Freude, hat mir auch der Vereinspräsident versichert.

Gemeinsam Essen kann Friedensarbeit sein! Danke für die Einladung!

PS: Wenn ich mir überlege, wie viele Male von Jesus erzählt wird, dass er einfach mit Leuten gegessen hat…

Wie dich selbst…

«Liebe deine/n Nächste/n wie dich selbst.»Irgendwann einmal habe ich bei mir selber festgestellt, dass ich dieses «wie dich selbst» nicht einfach voraussetzen kann.

Ich neige nämlich dazu, gewisse meiner Eigenschaften und damit mich selbst abzuwerten.

Meine Gnadenlosigkeit mit anderen basiert auf Gnadenlosigkeit mit mir selbst. Ich kann mein Gegenüber nur so ok behandeln und sehen, wie ich mich selber ok sehe und behandle.

Meine Wirkung gegen aussen hängt ab von meiner Klarheit nach innen. Ich komme um eine Auseinandersetzung mit mir selber, mit meinen Schwächen und Begrenztheiten nicht herum.

Erst, wenn mir meine eigenen Grenzen und Begrenztheiten nicht mehr zur Bedrohung werden, kann ich auch mit den Grenzen meines Gegenübers besser umgehen.

Denn ich kann mit den herausfordernden Eigenschaften meines Gegenübers nur so gut umgehen, wie ich mit meinen umgehen kann.

Darum heisst es wohl im Evangelium auch: Das «Reich Gottes beginnt in euch drin». Die Veränderung auf eine «neue Welt» hin kann nur bei mir und in mir beginnen.

Und dort, in mir, im Innersten kann ich dem auf die Spur kommen, das mich letztlich mit allen anderen Geschöpfen verbindet. Wir nennen es GOTT.

Tief in mir kann ich entdecken, dass ich zwar eine Aufgabe habe mit mir selber. Ich kann aber auch entdecken, dass ich mich letztlich nicht mir selber verdanke, mir auch nicht selber genüge, sondern eingebunden bin in ein grösseres Ganzes.

Aus dieser alles verbindenden Mitte heraus kann ich neu und anders auf Menschen zu gehen.

Darum, wenn Sie jetzt etwas Ferien haben (und erst recht, wenn nicht):
Nehmen Sie sich etwas Zeit für sich!

Pfarreiblatt Zug Kolumne 08-30/31

Der hölzerne Gott

Glauben sie noch an denselben Gott, an den Sie als Kindergarten-Kind geglaubt haben?

Haben Sie noch dasselbe Weltbild, das Sie als Kindergarten-Kind gehabt haben?

Bilder der Welt und Bilder von Gott entwickeln sich – hoffentlich!

Bilder der Welt und Bilder von Gott sind geprägt von meinen Erfahrungen in meiner Welt und von den Erkenntnissen meiner Zeit.

Ein Mensch aus der Zeit der Antike oder des Mittelalters stellt sich Gottes Macht so vor, wie er die Macht der Könige und Kaiser in seinem Leben erlebt. In seinem Gottesbild wird Gott zum König der Könige, dem es sich zu unterwerfen gilt.

Der aufgeklärte, demokratisch orientierte Mensch der Neuzeit wird mit diesem Gottesbild früher oder später seine Probleme bekommen…

«Wenn dir der Gedanke kommt, dass alles, was du über Gott gedacht hast, verkehrt ist und dass es keinen Gott gibt, so gerate darüber nicht in Bestürzung. Es geht allen so.

Glaube aber nicht, dass dein Unglaube daher rührt, dass es keinen Gott gibt.

Wenn du nicht mehr an Gott glaubst, an den du früher glaubtest, so rührt das daher, dass in deinem Glauben etwas verkehrt war. Und du musst dich bemühen, besser zu begreifen, was du Gott nennst.

Wenn einer an seinen hölzernen Gott zu glauben aufhört, so heisst das nicht, dass es keinen Gott gibt, sondern nur, dass er nicht aus Holz ist.» (Leo Tolstoj)

Unsere Herausforderung heute besteht darin, uns Gottes Macht neu vorzustellen als Macht, die wirkt und sich offenbart im Miteinander. Wo wir uns als freie Menschen mit Verantwortung, d. h. im Bewusstsein unserer Eingebundenheit in die Schöpfung und in die Menschheit verwirklichen, wird Gott offenbar.

Wagen wir es, unsere hölzernen Götter zurückzulassen?

Weiterlesen bei: Carter Heyward: Jesus neu entwerfen. Die Macht der Liebe und Gerechtigkeit; Exodus 2006

Pfarreiblatt Zug Kolumne 08-26

Das Zauberwort: Wamiwigewo

Ich bilde mich momentan aus zum Supervisor, Organisationsentwickler und Coach. Oder etwas einfacher und ohne Fremdworte gesagt, ich bilde mich aus zum professionellen Berater für Einzelne, Gruppen und Organisationen.

Zum Konzept meiner Ausbildung gehört die Dokumentation, d. h. eine regelmässige und schriftliche Selbstreflexion mit Hilfe der Frage: «Was ist mir wichtig geworden?» Daraus leitet sich das Zauberwort: «Wamiwigewo» ab.

Vielleicht schreiben Sie ja schon Tagebuch. Dann versuchen Sie einmal ihre Einträge unter diesem Titel zu formulieren: Was ist mir heute, in dieser Woche, in letzter Zeit wichtig geworden?

Mich regt die schriftliche Beantwortung dieser Frage unheimlich an. Durch die Schriftlichkeit bin ich gezwungen, meine Erfahrungen und Erlebnisse auf den Punkt zu bringen. Und durch die Frage nach der Wichtigkeit für mich schaffe ich einen intensiven Bezug der Ereignisse und Erfahrungen zu mir.

Nach Kurstagen in der Gruppe schreibt jede/r Teilnehmende sein/ihr «Wamiwigewo» und alle erhalten eine Zusammenstellung der einzelnen Beiträge. Diese Gruppendokumentation ist jeweils ein eindrückliches Zeugnis für die Vielfalt der Gruppe und für die Individualität der Wahrnehmung jedes/r Einzelnen.

Wagen Sie es und lassen Sie sich vom Zauberwort «Wamiwigewo» bereichern. Schreiben Sie einmal die Woche nur für sich ihr «Wamiwigewo» auf. Ohne sich mit einem literarischen Anspruch selber unter Druck zu setzen…

Gehen Sie noch einen Schritt weiter und tauschen sie sich mit einem/r guten Freund/in über ihre «Wamiwigewo» aus. So merken Sie noch besser, was Ihnen wirklich wichtig ist! Ich wünsche Ihnen dabei viele spannende und bereichernde Entdeckungen!

Pfarreiblatt Zug Kolumne 08-19

Firmung als Be-Stärkung im Erwachsen-Werden

Kennen Sie die Maslowsche Bedürfnispyramide? Der US-amerikanischen Psychologe Abraham Maslow hat dieses Modell 1958 entwickelt. Die menschlichen Bedürfnisse bilden die «Stufen» der Pyramide und bauen aufeinander auf. Der Mensch versucht zuerst die Bedürfnisse der niedrigen Stufen zu befriedigen, bevor die nächsten Stufen Bedeutung erlangen.

Selbstverwirklichung
Soziale Anerkennung
Soziale Beziehungen
Sicherheit
Körperliche Bedürfnisse

Jetzt hatte ich diese Pyramide zwar schon gekannt. Aber ich habe sie im Zusammenhang mit dem Thema Erwachsen-Werden im Rahmen der Firmvorbereitung mit 18jährigen neu entdeckt.Ein Kind wird in der Regel für die untersten drei Stufen seiner Bedürfnisse von seinen Eltern versorgt. Es erhält Nahrung, ein Dach über dem Kopf, Sicherheit und familiäre Beziehungen. Auch die Schule hilft mit, ein Minimum an sozialen Beziehungen zu ermöglichen.

Ein/e Jugendliche/r, der an der Schwelle zum Erwachsen-Werden steht, wird in diesem Spiel «zurück zum Start» geschickt. Selbständig muss er/sie nun für Ernährung, Dach über dem Kopf und Sicherheit sorgen. Auch soziale Beziehungen müssen weitgehend neu geknüpft werden.

Erwachsen-Werden heisst zuerst einmal, alle Sicherheiten zu verlieren und neu für alle eigenen Bedürfnisse verantwortlich zu sein. Kein Wunder kommt es da zu Überforderung (z. B. Schulden machen) und Verweigerung (Suchtmittelmissbrauch oder gar Suizid). Wer will da schon erwachsen werden? Da erhält Firmvorbereitung als Be-Stärkung im Erwachsen-Werden, als Ort der Auseinandersetzung mit existentiellen Fragen plötzlich einen ganz neuen Wert!

Pfarreiblatt Zug Kolumne 07-47